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Region Hessen
Ort Frankfurt am Main
Institution Deutsche Bundesbank / Münz- und Geldscheinsammlung  GND  Wikipedia
Adresse Wilhelm-Epstein-Straße 14. 60431 Frankfurt am Main
Webadresse der Institution http://www.bundesbank.de
Webadresse der Sammlung http://www.bundesbank.de/Navigation/DE/Bundesbank/Sammlungen/Muenz_und_ Geldscheinsammlung/muenz_und_geldscheinsammlung.html
Ansprechpartner Dr. Reinhold Walburg, Juliane Voß
Auskunft am 20130417
Ort der Sammlung 1917 Frankfurt am Main
Sammlung 1917 Sammlung Arnold Keller  Wikipedia
Sammler 1917 Keller, Arnold  GND  Wikipedia
Angaben zur Person des Sammlers Arnold Keller (1897-1972) stellte als Student während des Ersten Weltkriegs eine umfangreiche Notgeldsammlung zusammen und gab einen ersten Katalog dazu heraus. Mit der Inflation nach dem Krieg kam es zu einer Flut von Notgeldemissionen, wodurch er seine Sammlung erweitern konnte. Er eröffnete 1922 in Berlin ein Geschäft für Münzen, Medaillen und Geldscheine und gab die damals sehr populäre Zeitschrift "Das Notgeld" heraus. Kellers Geldscheinkataloge gehören bis heute zu den grundlegenden Werken der deutschen Notaphilie. Seine bedeutende Sammlung von 195.000 Geldscheinen verkaufte er 1958 der Deutschen Bundesbank, die damit einen wichtigen Bestand für ihr Geldmuseum in Frankfurt am Main erwerben konnte.
Adresse der Sammlung 1917 Vogtstr. 33. Frankfurt am Main
Beschreibung bei Buddecke Frankfurt a.M. Sammlung von Arnold Keller stud. phil. Vogtstr. 33.
Notgeldsammlung.
Deutsches Notgeld von 1914 1300 Stücke,
[Deutsches Notgeld] von 1916/17 bis jetzt 200 Stücke,
Deutsches Gefangenenlagergeld 350 Scheine,
Österreich-Ungarn, Bulgarien, Türkei 250 Scheine,
Neutrale Staaten 50 Scheine,
Feindliche Staaten gegen 500 Scheine.
Webadresse von Buddecke http://s2w.hbz-nrw.de/llb/urn/urn:nbn:de:hbz:51:1-7685
Seite 22
Erhaltung Die Sammlung ist erhalten.
Angaben zum Bestand Erhalten ist: Deutsches Notgeld 1914, 1916 (Serienscheine), deutsches Inflationsgeld 1918, 1922, 1923, deutsches wertbeständiges Notgeld, Notgeld der Gefangenenlager (international), Weltbanknoten, Geld besonderer Art. - Informationen über die Sammlung werden in der Numismatischen Fachbibliothek gesammelt. Die Sammlung Keller ergänzt den Münzbestand, der seit 1954 aufgebaut wird. Alle Anschaffungsunterlagen werden bei der Sammlung gelagert. Ein Teil des Nachlasses von Arnold Keller wird ebenfalls in der Numismatischen Fachbibliothek verwahrt.
erhaltene Bestände Notgeld
Umfang der erhaltenen Bestände 195.000 Geldscheine. Die gedruckten Kataloge der Sammlung Arnold Keller verzeichnen alle Notgeldscheine, die Keller gekannt hat. Sie enthalten daher auch alle Scheine, die er besessen hat. Da Keller mit seinen Geldscheinen auch handelte, gab es nie eine abgeschlossene Sammlung.
Aufstellung Die Sammlung wird innerhalb des allgemeinen Bestandes verwahrt.
separat aufgestellte Sammlungsteile Ergänzende Unterlagen (Zeitungen, Werbeartikel, Kopien nicht im Original vorliegender Geldscheine) werden getrennt von der Sammlung gelagert.
Ergänzung Die Sammlung wird laufend ergänzt (Ankäufe, Schenkungen). Zu den Ergänzungen gehören: Notgeld, Weltbanknoten sowie Bestände aus dem bankinternen Betrieb, die nicht den Zahlungsmitteln zuzuordnen sind (Druckunterlagen, Bearbeitungsmaschinen etc.).
ergänzte Bestände Notgeld
Umfang der ergänzten Bestände Nach 1958 verkaufte Keller weiter Banknoten an die Bank. Seit 1965 kamen ca. 38.000 Geldscheine neu in die Sammlung.
Quellen zur Geschichte der Sammlung sind vorhanden
Inventarisierung Die Sammlung wurde inventarisiert in den Jahren 1958 bis heute. In der Vergangenheit mengenmäßige Erfassung und inhaltliche Zuordnung der Scheine beim Keller-Katalog bei Ankauf. Die Inventarisierung dieses Altbestandes umfasst die Zuteilung der Inventarnummer und geht mit dem Digitalisierungsprozess einher. Nicht inventarisiert wurden ergänzende Unterlagen (Zeitungen, Werbeartikel, Kopien nicht im Original vorliegender Geldscheine), die getrennt von der Sammlung gelagert werden.
Datum der Inventarisierung seit 1958
Inventarbücher Die Inventarbücher liegen vor.
Ort der Inventarbücher Sie befinden sich in der Münz- und Geldscheinsammlung der Deutschen Bundesbank.
Aktenmaterial Aktenmaterial zur Sammlung ist erhalten.
Ort des Aktenmaterials Es befindet sich in der Münz- und Geldscheinsammlung der Deutschen Bundesbank.
Materialbeschaffung Aussagen zur Materialbeschaffung sind möglich.
Vereinigung der Weltkriegssammler Arnold Keller war Mitglied in der Vereinigung der Weltkriegssammler. Das Nachrichtenblatt 1 (1918) H. 8 berichtet: "Unser Mitglied, Herr stud. phil. Arnold Keller, Frankfurt a/M., Vogtstr. 33, ist mit einer grösseren Arbeit über das Kriegsgeld von Belgien und Luxemburg beschäftigt und ersucht alle Besitzer solcher Scheine bezw. Münzen, sich mit ihm in Verbindung zu setzen.
Verband deutscher Kriegssammlungen Arnold Keller war nicht Mitglied im Verband deutscher Kriegssammlungen.
Belege im "Nachrichtenblatt" der Vereinigung 2 (1919) H. 3 (Notgeld)
Erschließung Keller katalogisierte seine Sammlung seit Beginn seiner Sammeltätigkeit fortlaufend; er publizierte seine Sammlung in gedruckten Katalogen. Die Sammlung ist heute in unterschiedlicher Qualität erschlossen. Nachweise über die Geldscheine liegen in Form von Markierungen in den von Keller publizierten Katalogen vor.
Datum der Erschließung ab 1914
gedruckter Bestandskatalog Die gedruckten Kataloge der Sammlung Arnold Keller verzeichnen alle Notgeldscheine, die Keller gekannt hat. Sie enthalten daher auch alle Scheine, die er besessen hat. Da Keller mit seinen Geldscheinen auch handelte, gab es nie eine abgeschlossene Sammlung, die also solche beschrieben worden wäre. Ein eigener Katalog der Bundesbank zum Thema Notgeld ist nicht erschienen.
aktueller Nachweis: Online-Katalog Die Sammlung wird in der Archivdatenbank des Münz- und Geldscheinsammlung mit dem Programm FAUST erschlossen. Ein externer Zugriff auf den elektronischen Katalog ist nicht möglich.
weitere Kataloge Die Numismatische Fachbibliothek der Münz- und Geldscheinsammlung verfügt über einen alphabetischen und einen systematischen Zettelkatalog für Literatur bis zum Erscheinungsjahr 1998. Im Online-Katalog http://www.libit.de/bbkwo/WebOpac.cls ist Literatur ab Erscheinungsjahr 1999 und durch fortgeschrittene Katalogisierungsmaßnahmen auch schon ein Großteil der älteren Bestände sowie Zeitschrifteninhalte sachlich erschlossen.
aktueller Nachweis: Findbücher Die gedruckten Kataloge der Sammlung mit den entsprechenden Markierungen haben zugleich Findbuch-Funktion.
Digitalisierung Die Sammlung ist teilweise digitalisiert. Von insgesamt 142.285 Scheinen des deutschen Notgeldes sind zum Zeitpunkt der Meldung 10% digitalisiert; davon sind die Sammelgebiete Deutsches Notgeld von 1914, Gefangenenlagergeld 1914-1918 und Briefmarkenkapselgeld zu 100% digitalisiert. Vom Notgeld 1916 sind derzeit 12% digitalisiert, sonstige Notgeldbestände deutscher Herkunft sind bislang nur rudimentär digital verfügbar. Von insgesamt 37.339 ausländischen Notgeldscheinen sind ca. 17% digitalisiert; davon französisches Notgeld inkl. Gefangenenlager zu 38%, zu 100%: Notgeld aus Portugal und Notgeld aus Ungarn sowie der Bestand an Weltbanknoten. Das Sammelgebiet der internationalen Banknoten ist nahezu vollständig digitalisiert. Ein externer Zugriff auf die Digitalisate ist nicht möglich.
digitalisierte Bestände Notgeld
Literatur zur Sammlung Keller, Arnold: Das deutsche Notgeld 1916-1919. 1. Teil: Kleingeldscheine. 1919. 2. Aufl. (1916-1920) 1920. 4. Aufl. (1915-1922) Berlin 1922. 5. Aufl. (1916-1922) Berlin 1934. 6. Aufl. (1916-1922) Berlin-Wittenau, 1955.
Keller, Arnold: Das deutsche Notgeld 1916-1920. 2. Teil: Metallnotgeld. 1920. 2. Aufl. u.d.T. Hartnotgeld (1915-1922) 1922. 3. Aufl. (1914-1924) 1930.
Keller, Arnold: Das deutsche Notgeld 1916-1920. 3. Teil: Großgeldscheine 1918/1919. 1921. 2. Aufl. (1918-1921) 1924. 3. Aufl. Berlin-Wittenau 1954.
Keller, Arnold: Verzeichnis der deutschen Notgeld-Ausgabestellen von 1914/15. In: Rhaues Handbücher für Kriegssammler. Bd. 2, Lief. 5 (1920).
Behr, Fritz M., und Arnold Keller: Das deutsche Notgeld 1914. Frankfurt a. M. 1921. 2. Aufl. Berlin-Wittenau 1956.
Keller, Arnold: Notgeld besonderer Art. Scheine und Münzen ungewöhnlicher Art hinsichtlich des Materials, der Ausstattung oder des Inhalts. 2. Aufl. Berlin-Wittenau, 1952. 3. Aufl. Berlin-Wittenau 1959.
Keller, Arnold: Das Papiergeld der Gefangenenlager im Deutschen Reich sowie in Oesterreich und Ungarn 1914-1918. 2. Aufl. Berlin-Wittenau, 1954.
Keller, Arnold: Das wertbeständige Notgeld (Goldnotgeld) 1923/1924. 2. Aufl. Berlin-Wittenau 1954.
Keller, Arnold: Das Notgeld der Inflation 1922. 2. Aufl. Berlin-Wittenau 1954.
Keller, Arnold: Das Notgeld der deutschen Inflation 1923. Berlin-Wittenau. Bd. 1 (1958) - 8 (1961).
Keller, Arnold: Deutsche Wertpapierwasserzeichen. Die Wasserzeichenpapiere des deutschen Notgeldes 1914-1918. Berlin-Wittenau 1955.
Keller, Arnold: Das Papiergeld des Ersten Weltkriegs. Berlin-Wittenau 1957.
Keller, Arnold: Das Notgeld von Österreich und Ungarn 1914-1916. Berlin-Wittenau 1962.
Linke, Walter: Dr. Arnold Keller. Ein Sammlerleben. In: Der Geldscheinsammler 14 (2000), H. 3, S. 6-10 und H. 4, S. 22-25.
Keller, Arnold: Notgeld - ein Handbuch zum Nachschlagen. Anlage, Ordnung und Aufbewahrung einer Kriegsgeldsammlung. Reprint. In: Der Geldscheinsammler 15 (2001), H. 4, S. 9-12 und H. 5, S. 22-26.
Voß, Juliane: Geld in Not. Die Papiergeldsammlung Arnold Kellers in der Deutschen Bundesbank. In: Kriegssammlungen 1914-1918. Hrsg. von Julia Freifrau Hiller von Gaertringen. Frankfurt a.M. 2014, S. 199-215.
Autor des Datensatzes Julia Freifrau Hiller von Gaertringen
Stand der Erfassung 16.07.2014

Kriegssammlungen in Deutschland 1914-1918 / Hrsg. von der Arbeitsgemeinschaft der Regionalbibliotheken im Deutschen Bibliotheksverband. Bearb. von Julia Freifrau Hiller von Gaertringen und Aibe-Marlene Gerdes.
Karlsruhe: Badische Landesbibliothek 2014. URL: www.kriegssammlungen.de